April 16, 2021

Die Pandemie als Katalysator: Bildung und Lehre im Jahr 2021

Ouriginal unterstützt die ‚Sustainable Development Goals (SDGs)‘, die die United Nations 2017 definiert haben. Als führender Anbieter von EdTech Lösungen sehen wie es als unsere Pflicht an, aktiv an der Erreichung von Ziel 4 zu arbeiten. Dieses Ziel ist folgendermaßen definiert:

„Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.“

Mithilfe unserer Software-Lösung können Lehrende weltweit nicht nur den Lern- und Entwicklungsprozess ihrer Schüler und Schülerinnen nachverfolgen, sondern auch Aufmerksamkeit für die Wichtigkeit des Lernens und die Anwendung des Gelernten lenken. Nur wenn das Gelernte nicht nur abrufbar sondern auch abstrakt anwendbar ist, kann das Wissen dabei helfen, alle Chancen im Leben voll ausnutzen zu können.

Unglücklicherweise hat das Covid-19 Virus letztes Jahr alle Anstrengungen einem harten Test unterzogen.

Die ‚Neue Realität‘: Fairness, Chancengleichheit und Gleichberechtigung mehr gefährdet denn je

Der jährliche Bericht zum Status eines Erreichens der SDGs im Jahr 2030 zeichnet ein düsteres Bild. Die Situation im Bereich der globalen Bildung zeigt alamierende Trends:

  • Schulschließungen haben 90% aller Schüler und Schülerinnen von einem Schulbesuch abgehalten und damit Jahre des Fortschritts in diesem Bereich zunichte gemacht.
  • Ungleiche Bildungschancen wurden durch das Covid-19 Virus verstärkt, was dazu führte, dass Schüler und Schülerinnen mit einem sozial schwacheren Hintergrund nicht in der Lage sein werden, ihre Schulbildung mit einem Abschluß zu beenden.
  • Distanzunterricht war für viele Lernende in sich entwickelnden Ländern verfügbar, wodurch 500 Millionen Lernende keinen Zugriff auf Bildung hatten. [Quelle: The Sustainable Development Goals Report 2020]

Die Frage ist: Wie gehen wir mit diesen Entwicklungen um? Was können wir in dieser ‚Neuen Realität‘ mit der die Bildungssysteme konfrontriert wurden, umgehen? Es ist nicht leicht, Antworten auf diese Fragen zu finden, aber es ist wichtig, sich dieser Fragen zumindest bewußt zu sein, um die oben beschriebenen Umstände verbessern zu können.

Zwei wichtige Faktoren damit Lernende auch in einer digitalisierten Welt ihr volles Potential entfalten können

Bildung und Lehre benötigen ein Medium, das lehrt (einen ‚Lehrenden‘), ein Medium, das Wissen enthält und vermittelt (wie ein Buch oder andere Materialien), und ein Medium, mit dem das Wissen geübt und vertieft werden kann (wie Stift und Papier für Hausaufgaben). Dies hat sich über Jahrtausende bewährt, und hat auch im digitalen Zeitalter nichts von seiner Bedeutung eingebüßt.

Lehren und Lernen benötigt die beschrieben Konditionen als Basis, sind jedoch wertlos, wenn ‚der menschliche Faktor‘ in der Bildung fehlt: Nur wenn Lehrende auf deren Schüler und Schülerinnen eingehen, deren Stärken und Schwächen kennen und zusammen mit ihnen daran arbeiten, werden die Schülerinnen und Schüler ihr volles Potential ausschöpfen können. Das ist der erste wichtige Faktor.

Zeiten des Wandels und der Unsicherheit stellen Lernende vor die Herausforderung, sich schnell anpassen zu müssen. Dafür benötigen sie zwingend eine Person, die ihnen dabei hilft. Eine dieser Herausforderungen wird dabei oft vernachlässtigt oder sogar übersehhen: die ‚Digitalkompetenz‘. Während der Phase des intensiven Distanzlernens und -lehrens hat sich diese Vernachlässigung besonders deutlich gezeigt. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission den ‘Digital Education Action Plan 2021 – 2027’ definiert.

Warum mehr Fokus auf die Entwicklung der Digitalkompetenz gelegt werden sollte, liegt auf der Hand: Wir nehmen allzu oft an, dass die als ‚Digital Natives‘ geborenen Schüler und Schülerinnen Experten darin sind, sich in digitalen Umgebungen zurecht zu finden. Dies ist eine falsche Annahme, denn die Fähigkeit, ein digitales Tool benutzen zu können impliziert nicht per se, dass der Benutzer auch versteht, welche Auswirkungen die Benutzung des Tools mit sich bringen kann.

Deshalb sollten Lernende an die Hand genommen werden und langsam an die Benutzung von Technologien herangeführt werden – so, wie man ihnen auch beibringt, mit einem Stift auf Papier zu schreiben. Zudem sollte auch in einer digitalisierten Welt auf der Metaebene vermittelt werden, was Moral, ‚richtig‘ und ‚falsch‘, Copyright und Privatsphäre bedeuten.

Der Weg in eine ungewisse Zukunft: Lernende sollten wieder in den Fokus gerückt werden

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Verletzlichkeit von Lernenden in der digitalisierten Welt stark zugenommen hat. Fehlende Digitalkompetenz wurde deutlich, und Vereinsamung und Isolation haben die Entwicklung von Schülerinnen und Schülern nachhaltig negativ beeinflußt. Deshalb sollte der menschliche Faktor wieder in den Fokus gerückt und als Hauptindikator für Erfolg in der Bildung betrachtet werden.

Die gute Nachricht ist, dass die Pandemie uns gesellschaftliche Mißstände und Herausforderungen aufgezeigt hat, die wir nicht länger ignorieren können. Nun, da wir sie sehen, liegt es an uns, daran zu arbeiten, sie zu beseitigen.

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